„Heimat“ – ökumenische Fotoausstellung

Als gemeinsames Projekt der beiden Kirchengemeinden in Ratingen West startete am Sonntag, 22. August, die ökumenische Fotoausstellung „Heimat“.

„Was bedeutet Heimat für Sie? Und was ist Ratingen West für Sie?“ Diese Fragen wurden den 39 porträtierten Personen gestellt. Die Antworten fielen teilweise überraschend und sehr vielfältig aus. Deutlich wurde, dass Heimat viele Facetten beinhalten kann. Es können Erinnerungen sein, Gerüche, eine Melodie oder ein Geschmack, auch Ortschaften natürlich.

Die  Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der beiden Kirchen besucht werden. In den nächsten Wochen wird es verschiedene Themenabende zu „Heimat“ geben.

 

→ Weitere Informationen 
→ Ein Interview mit Pfarrer Ulrich Kern und Pfarrer Matthias Leithe auf Radio Neandertal zur ökumenischen Ausstellung


Christa Schraa

Heimat ist für mich:

    • Geruch von frischem Kaffee,
    • Geruch von frisch gebackenem Brot,
    • mich wohlzufühlen,
    • Zufriedenheit,
    • Gemeinschaft von Familie und Freunden unter Gottes reichhaltigem Segen, sich aufeinander verlassen zu können, mit Menschen unterwegs zu sein, die – im besten Fall – das gleiche Ziel haben.

 


Martin Schönauer

Ich bin Ratinger, in Ratingen geboren, in Ratingen-West aufgewachsen. Meine Eltern sind aus Ratingen. Heimat hört sich im ersten Moment etwas kitschig an. Eigentlich hat dieser Begriff diese negative Attitüde nicht verdient.

Von Kind an habe ich Ratingen-West, das ja oft als das Problemviertel Ratingens bezeichnet wird, nicht als negativ empfunden und tue es auch jetzt nicht. Sicherlich gibt es unterschiedliche Wohnviertel wie in anderen Stadtteilen und Städten auch. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass Ratingen-West den Ruf verdient, der die letzten Jahre seitens der Medien geschaffen wurde.

Ratingen West ist ein Teil von mir und es ist meine Heimat.


Elke Claussen

Meine Heimat ist Aurich in Ostfriesland – und das wird auch so bleiben. Heimat ist für mich ein Wohlbefinden, Familie, Geborgenheit, Erinnerung – und ein guter Ostfriesentee, der seinen eigenen Geschmack nur dort in der Heimat hat, weil das Wasser anders ist.

Ich habe in Münster studiert und bin aus beruflichen Gründen nach Ratingen gekommen. Meine Mutter und meine Schwester leben noch in Aurich.

In Ratingen-West fühle ich mich zu Hause. Mir gefällt die große Diversität mit den Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten.


Katinka Giller

Heimat bedeutet für mich liebe Menschen, Familie, Freunde, die Gemeinde. Ich bin sehr viel umgezogen und habe eher einen stärkeren Bezug zu Menschen als zu einem Ort.

Ich lebe seit zehn Jahren hier. Ratingen-West heißt für mich: vertraute Menschen, vertraute Straßen und damit ein Stück Heimat.

Aber auch da wo meine Familie ist, die nicht in Ratingen-West lebt, ist für mich Heimat.

Zurück